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Öffnungszeiten der Friedhofsverwaltung

 

Friedhofsverwaltung

im Pfarramt Weistropp

Kirchstraße 6

01665 Klipphausen OT Weistropp

 

Montag         8 - 14 Uhr

Dienstag    14 - 18 Uhr 

 

Tel.: 0351 - 453 77 47

Fax: 0351 - 452 50 64

 

 

Nachrichten der Friedhofsverwaltung

Erfreulicher Weise konnte durch die Firma Röber auf dem Weistropper Friedhof der Platz neben der Kapelle, der Containerstellplatz, sowie der Weg bis dahin befestigt werden. So sind diese Bereiche für die Besucher des Friedhofes besser begehbar und der Friedhof hat in seinem Erscheinungsbild deutlich hinzugewonnen.
Weniger erfreulich ist, dass während der Bauzeit Werkzeug gestohlen wurde. Nebenbei wurde auch eine Gießkanne entwendet, die nach intensiver Suche durch die Polizei sichergestellt werden konnte, allerdings verunreinigt durch Diesel. Es bleibt zu vermuten, dass Metalldiebe hier zugleich Kraftstoff gestohlen haben. Und man kann sich nur verwundert die Ohren reiben, was in Weistropp – insbesondere Nachts auf dem Friedhof – alles so geschieht.
Wir bitten alle Besucher des Friedhofes, ihre Augen offen zu halten und Unregelmäßigkeiten im Pfarramt zu melden.
Ferner ist für den Weistropper Friedhof zur Zeit eine Gehölzkonzeption im Entstehen begriffen. Die vorhandenen Lebensbäume stammen zum großen Teil aus der Zeit der ersten Friedhofserweiterung vor ca. 150 Jahren. Unter ihnen äußerst seltene und wertvolle Exemplare. Hier wird zur Zeit überlegt, wie der ganz eigene Charakter des Friedhofes erhalten werden kann, wie vielleicht an manchen Stellen auch neue Akzente gesetzt werden können und wie zugleich notwendige Fällungen eingeplant werden können. Wenn die Konzeption fertig ist, wird die »Kirche für Dich« genauer berichten.
Aber auch alte Kuriositäten vom Friedhof sind wieder zutage getreten.


Einigen von Ihnen werden sicher die alten Portalreste an der Nordseite des Friedhofes aufgefallen sein, an denen ein Totenkopf und die Jahreszahl 1614 noch deutlich zu erkennen sind. Fast vierhundert Jahre ist nun schon der »Neue« Friedhof alt, über dessen Entstehung Pfarrer Hartmann, der oft in den Archiv-Akten forschte, einiges zu berichten wusste. Er verfasste 1937 einen Artikel, der in der neueren Weistropper Kirchenchronik niedergeschrieben ist.
An dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung: In den Zeiten vor dem dreißigjährigen Krieg stiegen die Einwohnerzahlen deutlich an, so dass nach einigen Jahrzehnten auch die Zahl der Verstorbenen stetig wuchs. Die Kapazität des Kirchhofes in Weistropp war bei weitem ausgeschöpft. Die Wege zwischen den Gräbern wurden immer schmaler und die Gräber selbst wurden für Bestattungen geöffnet, obwohl die Ruhefristen noch nicht abgelaufen waren. Ein unhaltbarer Zustand. Doch der Kirchhof konnte nach keiner Seite erweitert werden. Neues Land wurde gesucht; der damalige Pfarrer war sogar bereit, die Fläche seines Kräutergartens zur Verfügung zu stellen. Doch die Verhandlungen darüber zerschlugen sich. Im Jahre 1613 wurde den Gemeinden, unter Androhung von Strafe bei Nichteinhaltung einer festgelegten Frist, befohlen, sich einen neuen geeigneten Platz zu suchen. Daraufhin haben die damals sechs Gemeinden (dazu zählte noch Sachsdorf) »vier bete von Hofe=Felde erkaufet, welche nächst den einen Scheffel Schulfeld lagen«. Das entspricht dem vorderen Teil des heutigen Friedhofes. Der Maurer bekam den Auftrag eine Mauer um den Friedhof zu bauen. Doch als diese 1615 endlich fertig war, wollte niemand »seine Toten aus Aberglauben und wohl auch aus Trotz« auf dem neuen Gottesacker bestatten lassen. Erst mit der Bestattung eines armen Leinenweberlehrlings, der bei einem fürchterlichen Unwetter ums Leben kam, wurde am 17. Mai 1616 der Friedhof feierlich eingeweiht. Danach »wurde angeordnet, dass hinfort einige Jahre hintereinander alle Leichen auf dem neuen Gottesacker sollten begraben werden, damit auf dem alten die Leichen sicherer verwesen könnten«.
Pfarrer Naubitzer ließ damals auf seine Kosten über das Tor des neuen Friedhofes den oben erwähnten Totenkopf und die Zahl 1614 in Stein hauen.

Ihre Annegret Fleischer

 
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