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Lisa goes to India

Unkersdorf – Kamuthi: 10.023 km zu Fuß, aber Achtung: »Der Routenplaner für Fußgänger ist noch im Beta-Stadium. Seien Sie vorsichtig! Auf dieser Route gibt es eventuell keine Bürgersteige oder Fußwege.« (Googlemaps) Ich werde mich ab September auf eine Reise nach Indien in den Bundesstaat Tamil Nadu in das »kleine Dörfchen« Kamuthi begeben. Um sicher in die weite Ferne zu gelangen, werde ich aber  lieber das Flugzeug benutzen, obwohl: so fern ist Indien vielleicht doch gar nicht?
Ziemlich nah sind wir z.B. einem Inder, wenn wir an Hochzeits- und Muttertagen Rosen mit einem herrlich süßen Duft kaufen. Die Produktion jedoch hat einen bitteren Beigeschmack. Angebaut werden sie nicht in Indien, sondern in Kenia. Die Leitung aber liegt bei einem indischen Businessman namens Sher Karuturi, der es geschafft hat zum Global Player aufzusteigen. Er produziert heute auf 16 Rosenfarmen rund um den Naivasha-See. Die damit verbundenen Auswirkungen wie das Umkippen des Sees, verschmutztes Trinkwasser und den Verlust der Existenzgrundlage der einheimischen Fischer interessieren ihn wenig, denn sein Geschäft läuft gut.
Das ist die Geschichte eines von 1,17 Milliarden Indern. Die Vielfalt dieses Landes ist jedoch unermesslich.
Ich werde vom »Leipziger Missionswerk« für ein halbes Jahr dahin ausgesendet. Bei dem Freiwilligendienst werde ich in einem Kinderheim tätig sein und mich vor allem um die Mathe- und Englischnachhilfe kümmern, den Garten in Schuss halten und die Freizeitgestaltung der Kinder übernehmen. Doch die 350 Kinder, die dort zur Schule gehen, werden aufgrund ihrer Herkunft wohl nicht das große Los wie Karuturi ziehen und einmal in Kenia Rosen züchten, denn sie gehören der ärmsten Schicht an. Nur einen Weg gibt es diesem Teufelskreis zu entkommen – Bildung. Ich bin gespannt auf die Erlebnisse, die Menschen und ihre ganz eigenen Geschichten und hoffe, dass ich die Kinder bei ihrer Ausbildung ein bisschen unterstützen kann.
Zurzeit ist bei mir Vorbereitung in aller Hinsicht angesagt, und ich suche noch ein paar Unterstützer. Da das Leipziger Missionswerk die Kosten für meinen Freiwilligendienst nicht vollständig abdecken kann, ist jeder Freiwillige dazu verpflichtet einen Unterstützerkreis aufzubauen. So ein Unterstützer kann »Kirchgemeinde« heißen, es können aber auch einzelne Leute sein. Jedenfalls würde ich mich riesig über Ihre/Eure finanzielle Unterstützung freuen.

Eure Lisa

 
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